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Nan Bailey hatte die einmalige Moeglichkeit im Westen von Queensland
die dort heimischen Seerosen zu bewundern. Lesen Sie hier mehr ueber
ihren Besuch in Boodjamulla ( Lawn Hill) National Park im
WGI ONLINE Journal 1.4. Hier berichtet sie ueber . . .

Die herrlichen Seerosen von
Normanton, Mayvale Station & Gum Hole Lagoon
von Nan Bailey, Queensland, Australia
klicken Sie die Bilder zum Vergrößern an
Uebersetzt aus dem Englischen von Markus Germann

Der MacAir Flug startet von Mt. Isa nach Doomadgee, Mornington Island, Burktown, Normanton nach Cairns. Der Flug in dem kleinen Flugzeug verlief ohne Zwischenfaelle. Ungluecklicherweise war mein Gepaeck für die Befoerderung nach Mornington Island gekennzeichnet, und nicht für nach Normanton. Bei der Ankunft war ich nun ohne Gepaeck, in einer fremden Stadt, und von meinem Abholer fehlte auch jede Spur. Ich wollte die Zeit in Normanton bei Bekannten verbringen, die in der Umgebung einen Viehhof haben. Sie waren wohl gerade mit ihrem Vieh beschaeftigt.

Was blieb mir anderes uebrig, als die Stadt zu erkunden. Vielleicht war es ja doch Glueck, dass mein Gepaeck zu frueh abgeladen wurde, so musste ich es nicht durch die Stadt tragen. Schließlich habe ich mich doch noch mit meinen Gastgebern getroffen, und mich zu ihrem Haus begeben. Mein Gepaeck kam mit dem Flug am naechsten Tag, somit hatte ich Zeit mir die beruehmte, neu getaufte Seerose aus Normanton anzuschauen, Nymphaea carpentariae. Ich ging alleine durch ein Gebiet, in dem grosse Salzwasser Krokodile leben. Dessen bewusst, war ich sehr vorsichtig, für gewoehnlich gibt es keine zweite Chance zur Begegnung mit diesen Tieren.

Ich lieh mir ein Auto und fuhr aus der Stadt zum Fluss, wo die Seerosen sind....jede Menge Seerosen. Meist weisse, gelegentlich waren lilafarbene und blaue Blueten zu sehen, mit den grossartigen kastanienbraunen Blaettern. Ein Anblick den man nie vergessen wird, der Sonnenuntergang über dem Fluss, die bunten Seerosen grenzen sich gegen den roten Himmel ab, und die Wasservoegel sind auf ihren letzten Ausflügen des Tages. Es fiel mir schwer zum Haus zurück zukehren, aber es wurde Zeit die Lagunen und den Fluss zu verlassen, über den man sagt, es leben zwei grosse " saltys " dort. (Salzwasserkrokodile)


Nymphaea carpentariae
Am nachsten Morgen kam ich zurueck zum Fluss, um die Seerosen zu photographieren, ich hoffte einige Exemplare sammeln zu koennen, um sie zu pressen. Die Seerosen wuchsen in einer Lagune, die von Grass ueberwuchert wurde. Es war schwierig die Tiefe des Wassers festzustellen, aber die Seerosen wuchsen ueberall, unabhangig von der Wassertiefe. In einem etwas freierem Bereich sah ich etwas, von dem ich glaube es ist eine Otellia ovalifolia, ich bin mir nicht 100% sicher , da ich die Bluete nicht gesehen habe.
Es gab dort auch jede Menge Vallisnaria mit kraeftig roten Blaettern, die um den Rand wachsen, spaeter lernte ich, dass es sich um Valisnaria caulescens handelt. Diese Spezies wird oft in kurzlebigen Wasserloechern oder Seitenarmen eines Flusses
gefunden, daher ist sie eher selten. Beim Schilf in den Seitenarmen / Nebenfluessen handelt es sich um Schoenoplectus, ausserdem eine sehr kleingewachsene Spezies, die ich bis jetzt nicht bestimmen konnte.


Vermutlich
Otellia ovalifolia


Vallisnaria caulescens


Vallisnaria caulescens


Nymphaea carpentariae

Nordwesten nach Karumba, an der Kueste des Golfs von Carpentaria. Auf meiner Fahrt musste ich einige Fluesse und Nebenarme ueberqueren, in denen ich Nymphoides crenata und Nymphaea carpentariae vorfand. Ich musste eine grosse mit Gras bewachsene Ebene ueberqueren, auf der ich ein paar Baeume und einige Kraniche (Grus antigone) sah. Es war mir ein unerwartetes Vergnuegen, diese Voegel mit ihren grauen Koerpern und ihren roten Koepfen und Haelsen zum ersten Mal zu sehen.

Ich schaute mich in Karumba um, dann fuhr ich zurueck nach Normanton. Nach dem Mittagessen fuhr ich Richtung Suedwesten, vorbei an Burke & Wills Roadhouse an der Strasse nach Lawn Hill. Mein Gastgeber berichtete mir von einigen Daemmen entlang der Strasse, wo ich eventuell Wasserpflanzen vorfinden könnte. Ich fand noch mehr Vallisnaria caulescens, einige einheimische Papyrus, Nymphoides crenata und Salzmoor Crassula. Ich fand noch eine interessante Kleinigkeit.

Ich photographierte die Nymphoides crenata in einem Flussarm suedlich von Normanton. Dieser wuerde in den naechsten drei Monaten ausgetrocknet sein. Es ist erstaunlich wie die Samen die lange Zeit der trockenen Hitze überstehen, um nach dem naechsten Regen wieder voll zu bluehen. Die Jahreszeiten hier sind von Dezember bis Mai " feucht heiss" und von Juni bis November trocken. Im Juni, Juli und August ist es etwas kuehler. Der Regen kommt natuerlich immer zu unterschiedlichen Zeiten, die Natur haelt sich an keinen Plan.


Nymphoides crenata


Nymphoides crenata

Am folgenden Tag machten wir uns auf zum Grundstueck meines Gastgebers, Mayvale Station, etwa 100 km suedoestlich von Normanton. Wieder gab es neue, grandiose Landschaften, und ich freute mich schon auf Baeume im Moorland, die Wassertuempel und auf unbeschreiblich viele Seerosen. Diese Wassertuempel dienen der Wasserversorgung der Viehzucht, die auf dem Gelaende bewirtschaftet wird. Das Gelaende hier am Golf ist ein niedrig gelegenes Tal , mit groesseren und kleineren Fluessen, die alle Richtung Norden im Golf enden. Waehrend der Trockenperiode ist es hier rau und ausgetrocknet, aber nach der Regenzeit ist es ein Vogelliebhaber- Paradies und der 7. Himmel fuer Seerosenliebhaber. Es gibt hier kleinere Melaleucas und verschiedene Eucalyptus und Pandanus.

Mein Gastgeber setzte mich in sein " Allzweck " - Fahrzeug, gab mir eine Landkarte und sagte , " Folge der Fahrbahn nach Gum Hole und fahre 'rueber zu den anderen Tuempeln. Wir sehen uns spaeter im Haus zum Abendbrot. Zoegere nicht im Notfall das Handy zu benutzen. "

Ich war froh, dass er mir soviel Vertrauen entgegen brachte.
Der erste Tuempel, Gum Hole Lagoon, war voll mit weissen Seerosen. Was fuer ein Anblick ! Ich machte wie eine Verrueckte Bilder mit meiner Kamera, aus jedem erdenklichen Blickwinkel.


Hier konnte ich nun endlich Blueten, Samen und ganze Pflanzen der N. carpentariae sammeln. Ich fand auch eine kleine weisse Nymphoides die winzige, unterschiedliche Blaetter hatten, Otellia ovalifolia. Aussedem eine rot-staemmige Pflanze, von der ich denke es handelt sich um Myriophyllum, aber das musste noch genau bestimmt werden. Das Wasser war schon allmaehlich am austrocknen, aber da die Stuerme Monica und Larry zuvor fuer grosse " Feuchtigkeit" gesorgt haben, hatte sich die Saison der Wasserpflanzen nach hinter verschoben. Sehr zu meinem Glueck.



Nymphoides sp. Die Blueten sind schmal und auch die Blaetter mit braunen Schattierungen. Ich weiß nicht, ob sie spaeter groesser werden und die Schattierungen verlieren
Als naechstes wollte ich zurueck zu den anderen Tuempeln, und ich hoffte mich nicht zu verlaufen. Ich fand meinen Weg zum Collar Camp Teich mit seinen Pelikanen und einigen interessanten kleinen Sumpfpflanzen. Es gab hier massenhaft Otellia ovalifolia und Marsilea mutica. Der naechste Teich hatte Marsilea drummondii, die winzige weisse Nymphoides, die kleine Cyperus und einen Eliocharis. Auch hier gab es viele Pelikane und schnatternde Enten. Letztendlich trieb mich der Hunger zurueck nach Hause. Ich wollte auch unbedingt noch mit einem Aborigine ( austral. Ureinwohner) sprechen, um zu erfahren wie seine Kultur Moorland und Wasserpflanzen nutzt. Ich tat dies an meinem letzten Morgen, bevor ich zurueck nach Hause flog, nach Cairns.
So, meine Kamera- Speicherkarten waren voll, ich hatte eine Ansammlung von Pflanzen in meiner Presse und mein Kopf war voller Stichworte, die es aufzuschreiben galt, bevor ich sie vergessen wuerde. Normanton war vollkommen unterschiedlich zu Lawn Hill, und ich hatte wirklich eine wundervolle Woche. Meine Gastgeber haben mich herzlich Empfangen, und ich fuehlte mich erholt als haette ich einen vier woechigen Urlaub hinter mir und nicht eine Woche Wanderungen in sengender Hitze. Es war an der Zeit nach Hause zurueck zu kehren, in die wahre Welt der Arbeit und Verpflichtungen. Mein Dank gilt besonderen Freunden, ich hatte eine unvergessliche Zeit, und ich bin dankbar fuer die Moeglichkeiten, die sie mir gegeben haben. Zunaechst mein Ehemann David, der es mir erleichterte, eine Woche bei der Arbeit auszusetzen. Barbara Wilson, die mir die Moeglichkeit zum Besuch meines ersten Zieles gab. Den Mitarbeitern von Boodjamulla ( Lawn Hill ) danke ich fuer Ihren freundlichen Empfang, Alice Bynoe, die mir die Kultur der Aborigines naeher gebracht hat.
Ich danke Tanya und Doug Quirk, die mich Willkommen hiessen , und mir ihre Welt zeigten.

Profil - Nan Bailey
Boodjamulla (Lawn Hill) National Park von Nan Bailey in WGI ONLINE Journal 1.4
The Stunning Species Nymphaea of Australia
Bildergalerie von C. Barre Hellquist
Australians in Cultivation von Kit Knotts

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